🚚 Für Foodtrucks & Imbisswagen
Ein Foodtruck spart die Ladenmiete — und tauscht sie gegen andere Pflichten: Reisegewerbekarte, eine Standplatz-Erlaubnis in jeder Stadt, Gasprüfung, Wasser an Bord. Hier steht, was dazugehört, und welche HACCP-Listen im Truck geführt werden müssen.
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Vor dem ersten Verkauf beim Gewerbeamt — egal ob haupt- oder nebenberuflich. Das Amt informiert danach Finanzamt, IHK und Berufsgenossenschaft.
Für den klassischen Foodtruck, der ohne feste Niederlassung an wechselnden Orten verkauft, ist sie laut IHK die Regel. Sie kostet je nach Gemeinde etwa 150–500 €, gilt bundesweit, ist personengebunden und muss mitgeführt werden; Angestellte brauchen eine beglaubigte Kopie. Ausnahme: Wer nur auf gewerberechtlich festgesetzten Märkten, Messen und Volksfesten steht, braucht sie dafür nicht — vorher beim Veranstalter nachfragen, ob die Veranstaltung wirklich festgesetzt ist.
Die Reisegewerbekarte erlaubt das Gewerbe, nicht den Platz. Auf Straßen und Plätzen braucht es eine Sondernutzungserlaubnis der jeweiligen Kommune — und zwar in jeder Stadt neu. Auf privatem Grund (Firmengelände, Parkplatz eines Supermarkts) reicht die Vereinbarung mit dem Eigentümer. Wer ohne Erlaubnis steht, riskiert ein Bußgeld.
Pflicht vor dem Start (Art. 6 VO 852/2004), zuständig ist das Amt am Betriebssitz — nicht an jedem Standplatz. Der Truck wird kontrolliert wie eine feste Küche.
Für dich und jede Person, die im Truck mit offenen Lebensmitteln arbeitet — auch die Aushilfe fürs Festival-Wochenende. Bei Erstbelehrung nicht älter als drei Monate.
Mit Flüssiggas an Bord: Prüfung durch einen Sachkundigen vor der ersten Inbetriebnahme und danach wiederkehrend, in der Regel alle zwei Jahre (DGUV Regel 110-010, DVGW G 607). Die Prüfbescheinigung gehört in den Truck — Veranstalter fragen oft danach.
Bier oder Wein am Truck brauchen zusätzlich eine Gaststättenerlaubnis bzw. für einzelne Anlässe eine Gestattung. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland.
Dazu kommen die Punkte, die jeder Gastro-Betrieb hat — Finanzamt, Kasse mit TSE, Berufsgenossenschaft, Versicherung. Der vollständige Überblick steht im Ratgeber Gastronomie eröffnen.
Rechtlich gelten im Truck dieselben Hygieneregeln wie in einer festen Küche — nur auf ein paar Quadratmetern. Diese Ausstattung fragen die Ämter typischerweise ab:
Maßstab sind die EU-Hygieneverordnung 852/2004, die DIN 10500 für Verkaufsfahrzeuge und die Leitlinie für mobile Betriebsstätten von BGN und Lebensmittelkontrolleuren. Einzelheiten unterscheiden sich je nach Landkreis — vor dem Ausbau beim Amt nachfragen spart teure Umbauten.
Die Kontrolle kann auch auf dem Wochenmarkt kommen — dann müssen die Aufzeichnungen im Truck sein, nicht im Ordner zu Hause. Diese sechs Listen decken einen typischen Foodtruck ab, alle kostenlos als PDF:
Kühlschrank und Kühlbox am Standplatz, morgens und abends
Warmhalten ≥ 65 °C — im Truck die häufigste Lücke
Pommes, Falafel, Churros — Frittieren bei 170–175 °C
Alle neun Formblätter: HACCP-Vorlagen. Für die Allergen-Pflicht am Truck: Allergentabelle mit Aushang.
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Meistens ja: Laut IHK ist beim klassischen Foodtruck, der an wechselnden Orten ohne feste Niederlassung verkauft, das Reisegewerbe die Regel. Nur wer ausschließlich auf gewerberechtlich festgesetzten Märkten, Messen oder Volksfesten steht, kommt ohne aus. Im Zweifel entscheidet das Gewerbeamt — kurz anrufen, bevor du den Antrag stellst.
Nein. Die Karte berechtigt zum Gewerbe, nicht zur Fläche. Für öffentliche Straßen und Plätze brauchst du eine Sondernutzungserlaubnis der jeweiligen Stadt, auf privatem Grund die Zustimmung des Eigentümers. Viele Städte vergeben Standplätze nur begrenzt — früh anfragen lohnt sich.
Vor der ersten Inbetriebnahme und danach wiederkehrend, in der Regel alle zwei Jahre, durch einen Sachkundigen. Die Bescheinigung solltest du im Truck dabeihaben — Veranstalter und Behörden fragen danach.
Ja. Die HACCP-Pflicht aus Art. 5 VO 852/2004 kennt keine Größengrenze. Für einen Truck reicht ein schlankes Konzept — aber es muss zu deinem Truck passen: Gasanlage, Kühlbox, Warmhalten, Transport. Und die Listen dazu müssen geführt werden.
Ja, die 14 Hauptallergene müssen vor dem Kauf verfügbar sein — schriftlich an der Tafel oder Karte, oder mündlich mit einer schriftlichen Aufstellung je Gericht und einem gut sichtbaren Hinweis am Truck. Genau dafür gibt es unsere kostenlose Allergentabelle mit Aushang.
Nein, aber während der ganzen Standzeit muss eine erreichbare, saubere Toilette mit Handwaschbecken für das Personal zur Verfügung stehen — etwa im Gebäude nebenan oder auf dem Veranstaltungsgelände. Das klärt man am besten gleich mit der Standplatz-Erlaubnis.
Diese Seite dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Vorgaben des Gewerbeamts, der Kommune und der Lebensmittelüberwachung vor Ort. Stand: Oktober 2026.